2008_08

Friedenslauf Alzenau - Schöllkrippen am 30.08.08

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr organisierte die süddeutsche FRIEDENSDORF-Koordinationsstelle jetzt zum zweiten Mal einen Friedenslauf anlässlich des Antikriegstages.
Die Veranstaltung fand am 30. August statt und führt durch den landschaftlich reizvollen Kahlgrund im Spessart.
Vier unterschiedlich lange Strecken von 1 bis zu 20 Kilometern standen zur Auswahl, so dass für alle Alterklassen und Leistungsniveaus die richtige dabei war. Zudem lockte eine Tombola mit attraktiven Sachpreisen.
Der Erlös aus dem Verkauf kam, ebenso wie die Startgelder in Höhe von fünf Euro, komplett der humanitären Arbeit des FRIEDENSDORFES zugute.
Am Start waren Ingrid, Erika, Sigi, Marco, Franz und Stefan. Mit dem "Bembel" gings vom Zielort Schöllkrippen nach Alzenau. Dort erfolgte der Start um 14:15 Uhr. Die Stecke führte von Alzenau über Mömbris bis Schöllkrippen auf dem Kahlgrundfahrradweg. Es standen zwei Verpflegungsstellen in Mömbris/Brücken und Blankenbach/ Königshofen zur Verfügung, die bei den Temperaturen von 26°C auch stark in Anspruch genommen wurden. Das Ziel befand sich auf dem Marktplatz in Schöllkrippen, welches auch alle erreichten. Leider war die Resonanz nicht besonders groß. Für das nächste mal muß der Veranstalter besser die Werbetrommel rühren.

Halbmarathon in Koberstadt am 24.08.08

 

Bei hervorragenden äußeren Bedingungen fand der 30. Koberstädter Halbmarathon statt. Mit ausgerichtet wurden die hessischen Meisterschaften im HM. Um 10 Uhr wurde das Feld mit 1400 Teilnehmern auf die HM-Strecke geschickt. Die Strecke verlief zu 80% auf leicht welligen Wegen durch den Koberstädter Stadtwald.
Mit von der Partie waren Roland, Ines, Theresia, Barbara und Silvia. Bei allen stand der HM auf dem Trainingsplan für den Frankfurter Marathon Ende Oktober.
Roland wollte eine Zeit von 1:18 h laufen. Er teilte sich sein Rennen prima ein und konnte auf den letzten bergab Kilometern noch ein paar Sekunden herauslaufen und erreichte ein Zeit von 1:17:40 h. Michael erreichte in seinem ersten Rennen für die LuT eine neue Bestzeit von 1:45:22 h. Weiter so!
Auch unsere Damen waren alle sehr schnell unterwegs. Sowohl Ines, Barbara und Silvia liefen alle neue Bestzeiten und auch Theresia erzielte ihre zweitschnellste HM-Zeit.
In der Mannschaftswertung erreichten Ines, Barbara und Theresia den 4.ten Platz in einer Gesamtzeit von 4:39:07h. Glückwunsch an alle.
Originalbericht von Ines
Gefühlstechnisch mit einer Ankommzeit von ca. um die 1:29 ging ich an den Start, gab auch den anderen Läufern, welche mich nach meiner Ankunftszeit fragten nur ein "mal schauen" als Zielzeit an. Ich wollte wirklich erstmal schauen wie sich mein teilweise nicht ganz nach Plan gelaufenes Marthontraining auszahlte.
Gut war weiterhin, ich hatte diesmal keine Streckenmeckerer und auch keine bekannte Konkurrenz um mich, so das ich alles auf mich zukommen lassen konnte und mich nur um mich kümmern konnte.
Den ersten Kilometer ging ich ausnahmsweise mal verhalten an, nämlich in ca 4:20. Die Strecke stellte ich mir etwas holpriger vor, schließlich war's ja ein Waldmarathon. Die Höhenmeter zu überwältigen ging überraschend gut und ich konnte meinen Schnitt über die gesamte Strecke relativ konstant halten. Motivierend kam hinzu das ich bei den Anstiegen einige einsammeln konnte. Tja, das Höhentraining in Hausen und Umgebung macht sich doch bezahlt ;) grins, auch wenn ich hier im Training ab und zu geschwächelt habe.
Bis km 10 zufrieden mit meiner Zeit wollte ich abwarten wie die nächste Hälfte wird, hab dann keine Zeit mehr gestoppt und erst wieder bei km 19 auf die Uhr geschaut. Ich fühlte mich super, eine Zeit unter 1:29 war drinnen, eine Halbmarathon Frau noch überholt, sie dachte ich lauf den ganzen Marathon ;) grins, iss deshalb wahrscheinlich nicht auf Verfolgungsjagd gegangen und als ich in 1:27:28 über die Ziellinie lief war das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht zu bekommen. Das hätte ich echt nicht gedacht an diesem Tag !!!
Was getrunken und auf Sylvia gewartet. Sie wollte an diesem Tag einfach nicht an eine Bestzeit glauben. Ich redete vorm Start auf sie ein, dass sie heute eine 1:48 laufen wird und versuchte ihr jeden Gedanken an eine 1:50 auszureden.
Theresia kam ins Ziel und wir beide liefen Sylvia entgegen. Bei km 20 sah ich auf einmal die gelben Luftballons, die 1:50er Hasen, anschweben, doch Sylvia war nicht zu sehen. Ich dachte ich spinne, mein Adrenalin stieg nochmals ! Sie wollte tatsächlich über 1:50 ins Ziel und das auf einer Strecke die man wirklich in Bestzeit laufen kann ???!!!
Auf einmal kam sie um die Ecke, ich (erleichtert!!!) mit Theresia ihr entgegen und sie ließ sich ziehen. Sie zog an, so das ich selbst überrascht war welchen Schnitt sie auf einmal aufs Asphalt legte. Das war echt zügig, doch ich ließ sie laufen.
Ins Stadion durfte sie wieder allein abbiegen und siehe da, sie überholte die yellow Luftballons und kam mit einer stolzen Zeit von 1:49:07 ins Ziel. Bestzeit ! Geht doch ! ;).
Ausdauer musste man weiterhin bei der Siegerehrung beweisen, aber da lieg ich gut im Training mittlerweile ;). Nach stundenlanger Warterei (es wurde schon abgebaut im Stadion und der Fotograf hatte auch keine Lust mehr zu knipsen) bekam ich schließlich meine Urkunde und Blümchen. Die Blümchen überreichte ich Sylvia, denn die hatte sie sich mit ihrer Bestzeit an diesem Tag eher verdient. Nun schauen mir mal wie das weiter geht in Richtung München...

Name Zeit Platz (AK)
Roland Krefter 1:17:40 h 5.(M45)
Ines Wunderlich 1:27:28 h 2. (W35)
Theresia Gehlert 1:32:50 h 3. (W40)
Barbara Ries 1:38:49 h 11. (W40)
Michael Ries 1:45:22 h 125. (M40)
Silvia Schmitt 1:49:07 h 22. (W40)

25. Bruchkoebeler Stadtlauf am 23.08.2008

Bei guten Laufwetter fand in Bruchköbel der 25. Stadtlauf statt. Auf einer offiziell vermessenen Strecke mit welligen Profil lief der Jugendliche Musa Roba-Kinkal vom TV Gelnhausen mit 31:47 Minuten eine Bombenzeit für die Zehnkilometerstrecke. Mit von der Partie war auch Ingrid die in der W65 mit 50:57min den ersten Platz belegte.

Platz Name Zeit Platz (AK)
88. Ingrid Perkampus 50:57 min 1. (M65)

Triathlon Rodgau am 17.08.08

Schönstes Wetter. Kaltes Wasser und Oliver und Uve beim Jedermann Tri in Action.
400m- 14km- 4km standen auf dem Plan. Oliver in Gruppe 1 und Uve in der 2. Gruppe gingen ins Rennen. Das Schwimmen ist ja die undankbarste Disziplin dabei und so hatte Uve dort schon 2 min auf Oliver verloren, das lag u.a. auch an einem ordentlichen Bauchtritt den er sich dort eingefangen hatte. Das sonstige Hauen und Stechen ist als normal zu bezeichnen. Auf der flachen Radstrecke konnte man dann zeigen was man in den Oberschenkeln hat, da lagen wir beide wohl in etwa gleich auf. Dass das Laufen dann eher Uve seine Sache ist, sieht man an den Zeiten. Dort konnte er voll aufdrehen und so um die 100 Leute auf 4km überholen, ohne jetzt absolut Vollgas gehen zu müssen. Oliver sah auf der Strecke auch entspannt aus und hatte wohl seinen Spaß. Die Wechsel liefen bis auf Nr. 1 bei Uve, der mit der linken Socke kämpfte, auch gut ab. Potenzial ist da und wird nächstes Jahr dann bei längeren Strecken versucht umgesetzt zu werden. (Orginalbericht Uve)

Platz Name Zeit Platz (AK)
37. Oliver Hussi 55:17,2 min 7. (AK4)
38. Uve Wunderlich 55:17,5 min 8. (AK4)

HM am 10.08. in Karben

Platz Name Zeit Platz (AK)
23. Uve Wunderlich 1:36:19 h 11. (M35)

WM im Ultramehrkampf am 02.-03.08 in Scheesel

 

Die Weltmeisterschaften der Ultramehrkämpfer fanden in diesem Jahr erstmalig in Deutschland statt. Ausrichter war der TV Scheeßel in der Nähe von Bremen. Insgesamt nahmen Athleten aus 10 verschiedenen Nationen teil. Besonders stark vertreten waren neben dem Gastgeberland Deutschland vor allem Finnland und Österreich in dem der Ultramehrkampf schon eine jahrzehntelange Tradition hat.
20 Disziplinen haben die Teilnehmer an 2 Wettkampftagen zu absolvieren. Neben den bekannten Disziplinen des Zehnkampfes kommen noch Dreisprung und Hammerwurf als technische Disziplinen sowie die Laufdisziplinen 200mH, 3000mHi, 200m, 800m, 3000m, 5000m und 10.000m hinzu.
Vom Bayerischen Untermain nahm erstmalig Marco Schneider (LuT Aschaffenburg) an einem Ultramehrkampf teil. Aufgrund des hohen Anteils an Laufdisziplinen war sein Ziel so nahe wie möglich an 10500 Punkten zukommen und sich unter den ersten 8 zu platzieren. Eine Altersklassenwertung gab es erst ab M40, so dass er mit 38 Jahren der älteste Teilnehmer in der Männer Hauptklasse war.
An beiden Tagen herrschten nahezu ideale Bedingungen für den Ultramehrkampf. Der erste Tag startete mit den 100m gefolgt vom Weitsprung. Bei beiden Disziplinen musste Marco Schneider feststellen, dass die Schnelligkeit doch in den letzten 2 Jahren etwas auf der Strecke geblieben ist und er sich nach 2 Disziplinen relativ weit hinten unter den 24 Teilnehmer der Männer Hauptklasse wiederfand. So ruhten seine Hoffnungen auf den Mittel- und Langstrecken. Als 5. Disziplin des 1. Tages fanden dann die 5000m statt. Hier konnte Marco seine Erfahrung ausspielen und in 16:18,42min die schnellste Zeit erzielen und 771 Punkte einstreichen. Im eine Stunde später folgenden 800m Lauf schlug er sich in 2:03,71min als 4. ebenfalls sehr gut. Als 10. und letzte Disziplin des ersten Tages kamen dann die 3000mHi. Auch hier beherrschte Marco Schneider das Feld souverän und konnte mit 10:02,19min eine Weltbestleistung in der Altersklasse M35 im Rahmen eines Ultramehrkampfes erzielen.
Dieses Kunststück gelang ihm am zweiten Tag noch zweimal. Zum einen lief er die 3000m in 9:23,32min und die 1500m in 4:20,60min. Dass er nicht nur laufen kann, bewies Marco Schneider am zweiten Tag im Speerwurf. Mit 38,65m gelang ihm eine ansprechende Weite. Als Abschluss des Ultramehrkampfes haben die Athleten die 10.000m zu absolvieren. 25 Runden als Abschluss von 2 harten Tagen bedeutet für die Teilnehmer noch einmal alle Energie zu bündeln. Marco Schneider bestimmte von Beginn an mit Runden zwischen 86,5sec und 87,5sec das Tempo, konnte aber seinen letzten Widersacher nicht abschütteln. Dieser zog 8 Runden vor Schluss vorbei und konnte kontinuierlich den Abstand zu Marco vergrößern. Mit 36:15,69min war Marco Schneider zum Abschluss jedoch mehr als zufrieden.
In der Gesamtabrechnung stand der 5. Platz bei den Weltmeisterschaften im Ultramehrkampf zu Buche. Die erzielten 10.349 Punkte bedeuten zugleich einen Deutschen Rekord im Ultramehrkampf der M35.
Weltmeister wurde Adrian Schürmann mit 11.877 Punkten, der 2006 Deutscher Meister über 400m Hürden wurde.