2009_08

8. Rodgau Triathlon am 30.08. 2009

2:28:38h für nen Olympischen, ich freu mich total. Anreise nach einem etwas zu langen Abend beim Stadtfest gegen 8:00Uhr. Ich traf gleich ein paar Bekannte Leute von der TSG Kleinostheim und TriaTeam Bruchköbel. Flugs die Startunterlagen geholt und das Fahrrad eingecheckt ( mit leichten Problemen, weil der CE Aufkleber im Helm wech war).
Dann erst mal aufn Top, weil nur 8 Stück vorhanden und um die Zeit noch wenig los ist.
Dann nen bissi umgeguckt und hier und da geplaudert und sauig teure Räder angegafft. Okay, die sehen schon richtig geil aus, also einige ( wenn ich mal genug Geld hab und groß bin, da......).
Nach der Wettkampfbesprechung bin gleich noch mal ins Häuschen--Durchfall--klasse, dabei war ich nich mal aufgeregt.
Noch 40min bis zum Start, noch mal nen Sprint zum Plastehaus und dann umgezogen, rein in den Neo und runter zum See.
Offizielle 19,6 Grad, geschätzte 24 und rein in die Fluten, ein paar Züge müssen reichen zum Einschwimmen.
Peng Startschuss und ich bleib mit Etienne von der TSG erst mal stehen und lassen die Massen vor uns rein. Die ersten 50m ist gehen angesagt um dann ins langsame Schwimmen zu kommen.
Das dabei mir 2x die Brille um Kopf geholt wurde fand ich dann schon mehr als schei....., aber ist ja normal bei sooo vielen Langsamen Schwimmern. Bis zur 2 Runde hat ich dann auch das Problem wieder im Griff und versuchte nun ordentlich zu kraulen, was mir auch super gelang ( beim nächten geht das dann wohl 3-4 min schneller alles)
Dann der 1. Wechsel zum radeln. Recht ordentlich, ohne größere Probleme. Ab zum Radsplitt.
Windschattenverbot, okay, wie soll man das auf 14km mit soooo vielen Leuten einhalten. Also immer fein gucken ob nen Motorrad von hinne kommt, dann mal eben so tun als ob und gut is. Wir waren eine nette 4er Gruppe und wechselten munter durch, zumindet die ersten 2 Runden, dann waren wir noch zu 2 bis fast zum Schluss. Nettes Plaudern und überholen war angesagt. Etwas sprachlos waren wir, als Enrico Knobloch an uns mit geschätzten 65km/h vorbeidonnerte, da wir auch mit ca 45km/h unterwegs waren. Da denkste echt du stehst still.
Dann Wechsel 2. Raus aus den Schlappen, rein in die Schlappen und ab durch die Mitte.
Irgendwie klappte das alles super, kurzer Blick zur Uhr, jepp es läuft.....
Kilometer um Kilometer lief ich und was geil, ich hatte keine muskulären Probleme wie in Niedernberg. Nix, nich mal nen kleinen Zucken in den Beinen. Enrico kam mir bei Kilometer 1 entgegen und klatschte alle die das wollten ab, ich hat mal eben keine Zeit, ich wollte was reißen.
Bei km 5 stand, bzw. lag mein Arbeitskollege mit ner Bratwurscht ( der Dödel wollte nen Foto machen, ich war aber eben etwas zu früh dran ( ca. 5 min) und erschrak als ich schon durch rannte.
Check unterwegs, Etienne ist rund 1,5km hinter mir aber eben sau schnell. Attacke Uve, selber anfeuernt suchte ich jemanden vor mir. Orange ist ja ne Modefarbe derzeit und so durfte der Kollege sich freuen mich baldigst hinter sich zu haben. Kurzer Uhrgucker, mhh noch etwas mehr als 2km und ich hab noch 10min. also Turbo gezündet, was ging und die letzten beiden km in 4:30 und 4:04 mit mega Endspurt, weil die Gartengerade ewig lang ist und ich mich vertan hab. Aber ich wollt es wissen.
Auf die Chipplatten gehauen ( Zeitsystem mit Armchip) und auf die Uhr geglotzt. Geil 2:28 irgendwas. Uve was willste mehr. Nix in dem Moment. Es war einfach nur geil.
Nach kurzer Erholung und Plauderei mit den TSG-Leuten, bin ich dann mein Rad holen, hab mir in aller Ruhe nen Bier gegönnt und ne Wurst und bin glücklich Heimgedüst.
Nachbetrachtung:
Mit nem anderen Rad und etwas weniger aua im linken Bein, besonders beim Achilles, und etwas besserem Schwimmen und etwas weniger Gewicht, bissi mehr Ehrgeiz ........blablabla
2:25h sind machbar. Eventuell in 2010, aber da muss ich erst mal meine Operation abwarten. (Originalbericht Uve)

Platz Name Zeit AK-Platz
Olympische Distanz
1,4km/42km/10km
     
126. Uve Wunderlich 25:44 min - 1:17:58 h - 44:55 min
gesamt 2:28:38 h
30. (M35)

Halbmarathon in Koberstadt am 30.08.09

 

Bei sehr guten äußeren Bedingungen fand der 31. Koberstädter Halbmarathon statt. Um 10 Uhr wurde das Feld mit gut 1000 Teilnehmern auf die HM-Strecke geschickt. Die Strecke verlief zu 80% auf leicht welligen Wegen durch den Koberstädter Stadtwald, in dem es noch angenehm kühl war.
Roland und Karli wollten in Koberstadt nur einen schnellen Trainingslauf absolvieren.
Roland wollte unter 1:20 h bleiben, dies gelang ihm auch. Er lief 1:19:24 h. Mit dieser Zeit holte er sich sogar den Gesamtsieg, damit machte er sich selbst ein verspätetes Geburtstagsgeschenk.
Auch Karli lief den HM auch aus vollem Training heraus. Für ihn war es der letzte Test vor dem Berlin-Marathon in drei Wochen. Eine Endzeit von 1:30 h hatte er sich vorgenommen. Er lief etwas verhaltener an und konnte auf den letzten Kilometern noch zulegen und erreichte als 50.ter das Ziel in 1:30:10 h.

Platz Name Zeit Platz (AK)
1. Roland Krefter 1:19:24 h 1. (M45)
50. Karli Hartlaub 1:30:10 h 16. (M45)

Die LuT im Lechquellgebirge vom 13.-16.08.09

 

Morgens um 6 Uhr am 13.08. waren alle (Sigi, Theresia, Franz, Gerald, Karli und ich) im Bus verstaut und es ging Richtung Lech/Österreich. Mit Theresia und Karli hatten wir 2 „Neue“ Wanderer mit dabei, die schon ganz aufgeregt waren, was wir denn so in den Bergen für Wege nehmen und was so abends auf den Hütten abgeht. Die Autobahn war frei, so dass wir so schnell unterwegs waren, dass ein Stop bei McD oder BK nicht möglich war. Dafür wurde um 08:00 Uhr mit einem Gläschen Sekt angestoßen. Um 10:00 Uhr überraschten wir dann schon die Finkelmänner in Elbigenalp und luden nach einem weiteren Glas Sekt Holger samt Gepäck ein, um zu unserem Startpunkt zu gelangen.
Nach erfolgreicher Parkplatzsuche in Lech –die Antenne beim Bus musste abgeschraubt werden, damit wir in das Parkhaus kamen-, ging es um 11:30 Uhr endlich los zu unserer ersten Hütte, die Ravensburger Hütte. Hier nahmen wir nicht den kürzesten Weg, sondern gingen über den Zürssee und das Mahdlochjoch zur Ravensburger Hütte. Das Wetter war gut und die Stimmung ausgelassen.
Es ging die ganzen 4 Tage ständig über wunderschöne Blumenwiesen und man hörte die Warnrufe der Murmeltiere ständig um sich herum. Aber man hörte sie nicht nur, sondern bekam sie auch ständig zu sehen. Gleich am Anfang hatten wir mit Karli eine Neuerung bei der Wanderung –den gehenden Fotograf. Waren die Bilder von solchen Bergtouren bisher immer dünn gesät, wurde von Karli diesmal alles in Bildern festgehalten. Weit mehr als 200 Bilder wurden auf der Tour geschossen und nicht wenige wurden dabei auch gestellt. Eine Gruppe Japaner ist nichts dagegen. Aber es sind richtig gute Fotos dabei, die die tollen Eindrücke sehr gut festhalten.
Nachdem es am Anfang ziemlich gerade am Hang entlangging, kam dann nach einer halben Stunde, die Stunde der Wahrheit. Fast 1000hm am Stück mussten absolviert werden bis zum Mahdlochjoch nur kurz unterbrochen von dem Erreichen des Zürssees. Teilweise frontal den Berg hoch zog sich unsere Gruppe doch schön auseinander, da jeder seinen Schritt finden musste, um mit möglichst wenig Anstrengung den Berg hoch zu kommen; aber der Schweiß floss bei jedem in Bächen und nicht nur in Rinnsalen. Der Zürssee war einer von 3 Seen der uns auf unserer Wanderung begegnete. Durch eine große Baustelle hatte er leider seinen Charme etwas verloren, so dass wir nach Gruppenzusammenführung und kurzer Pause unterhalb einer Seilbahn –das Gebiet ist im Winter ein hoch frequentiertes Skiareal- bis zum Mahdlochjoch hochstapften. Vom Mahdlochjoch hatte man eine schöne Aussicht und der höchste Punkt des Tages war erreicht. Jetzt ging es nur noch 500hm wieder bergab, bis wir bei der Ravensburger Hütte gegen 14:30 Uhr angekommen waren. An der Hütte angekommen, füllten wir dann unseren Flüssigkeitsverlust mit einem schönen Weizen wieder auf. Dabei mussten wir allerdings feststellen, dass die Hütte doch etwas anders war, als die die wir bisher kannten, denn es gab eine Selbstbedienungstheke und man kam sich vor wie auf einer Autobahnraststätte. Um am ersten Tag nicht gleich alle Körner zu verbrauchen, gingen wir nicht mehr auf den Spuller Schafberg, sondern spazierten einmal um den Spullersee. Der Abend war gemütlich und mit ordentlich Bettschwere gingen wir um 22 Uhr ins Bett. Mit dem Schlafen ist das auf so einer Hütte immer etwas schwierig, so dass die Nächte manchmal ganz schön lang werden können und man froh ist, wenn es auf die 7 Uhr „Aufstehzeit“ zugeht.
Nach dem Frühstück und einem Gruppenfoto ging es auf zur nächsten Hütte der Freiburger Hütte. Leider waren die Wolken noch sehr dicht und das versprochene sonnige Wetter war noch nicht da. Diese Tour war von dem Schwierigkeitsgrad schon etwas anspruchsvoller. Trittfestigkeit und Schwindelfreiheit sollte man schon besitzen. Eine zusätzliche Aufgabe für diese Tour hatte Karli morgens gleich vom Hüttenwirt der Ravensburger Hütte bekommen. Er bekam Markierungsaufkleber, die an die Markierungsstangen zu kleben waren. Ganz aufgeregt übernahm Karli die Aufgabe und kann sich jetzt als Routenmarkierer betrachten. Die Tour führte uns über den Gehrengrat und durch das Steinerne Meer. Beim Aufstieg zum Gehrengrat versanken wir teilweise im Nebel, der vom Tal her heraufzog, so dass der Fernblick leider nicht so toll war, aber dafür auch der Blick in den Abgrund verdeckt blieb. Beim Abstieg vom Gehrengrat kam das Highlight der Tour. Eine ganze Gruppe von Steinböcken tauchte plötzlich vor uns auf. Langsam schlichen wir heran. Die Gruppe entfernte sich immer nur in dem Maße von uns, wie wir näher kamen. Damit gelang es Karli ein super Foto von mehr als 30 Steinböcken zu machen. Ein Bild, was wir in der Form sicher nicht noch einmal sehen werden. Vom Gehrengrat ging es dann runter zum Steinernen Meer. Bizarre Steinformationen tauchten vor uns auf. Quer über das Steinfeld ging der Weg und hat mir großen Spaß gemacht, war allerdings nicht ganz leicht zu gehen. Bereits gegen 12 Uhr erreichten wir die Freiburger Hütte. Da wir noch einen Gipfel am Nachmittag erklimmen wollten, löschten wir den Durst mit Apfelsaftschorle und Skiwasser und machten mit unseren mitgebrachten Fressalien ein schönes „Picknick“. Die Rote Wand, die wir geplant hatten am Nachmittag zu besteigen, deswegen hatten wir unsere Gurte dabei, war doch etwas zu weit weg, so dass wir uns für die Besteigung der Saladinaspitze entschieden. Ohne Rücksäcke machten wir uns auf den Weg. Das Gipfelkreuz von weitem schon in Sicht, konnten wir auch den Weg gut studieren. Oben am Gipfelkreuz hielten wir uns nicht lange auf, da das Plateau am Kreuz sehr klein war und wir doch alle ein etwas mulmiges Gefühl hatten. Zurück an der Hütte machten wir noch eine dritte Tour an dem Tag. Wir gingen auf sehr schmalen Wegen runter zum Formarinsee und hielten unsere Füße ins angenehm kalte Wasser. Dabei wollte sich mein rechter Wanderschuh selbständig machen und ich musste mit Socken ins Wasser, um ihn vor dem Untergang zu retten. Zum Glück war keine Kamera scharf geschaltet. Um 22:00 Uhr war wieder Bettruhe. Wir hatten diesmal einen eigenen Raum.
Am nächsten Morgen kamen wir um 08:00 Uhr los und gingen Richtung Göppinger Hütte. Diesmal meinte das Wetter es sehr gut mit uns, denn es war strahlender Sonnenschein angesagt. Gleich am Anfang gingen wir einen Weg für Geübte, was am Morgen doch schon nicht ganz einfach war. Von der Formarinalpe ging es dann am Hang hinauf über das untere Johannesjoch mit einer kleineren Kletterei. Von dort noch einmal fast 500hm hoch, um dann auf 2400m einen super Ausblick zu haben. Der Rest bis zur Göppinger Hütte war technisch nicht mehr schwierig, aber schon noch körperlich anstrengend. Bei der Göppinger Hütte erlebten wir dann leider die Überraschung, dass wir keinen Platz mehr bekommen würden. Alles Reden half nichts und so mussten wir umdisponieren. Nach kurzer Beratschlagung ging es also weiter zur Biberacher Hütte. Also noch einmal mind. 3,5h Fußmarsch. Erst einmal ging es über 800hm bergab, was für die müden und teilweise geschundenen Füße und Beine nicht sehr angenehm war. Am tiefsten Punkt machten wir an einem Bach halt und vesperten. Danach ging es auf einem schönen schmalen Weg durch Büsche und Kiefern entlang. Die Hitze machte uns allerdings im Zusammenhang mit dem doch sehr steilen Weg gut zu schaffen. Erschöpft kamen wir dann auf der Biberacher Hütte an und erlebten dann sehr nette Hüttenwirte und mal keine Selbstbedienungstheke. Den letzten Abend genossen wir bei einem schönen Sonnenuntergang bis 22:00 Uhr auf der Veranda der Hütte und verschwanden dann in einen fast 50 Betten großen Schlafsaal. Die Nacht war dann mit nicht allzu viel Schlaf gesegnet. Außer Holger, der tief und fest geschlafen hat. Abends hatten wir noch über die Tour am nächsten Tag diskutiert. Je nach Kraft- und Gemütszustand wollten wir uns am nächsten Tag entscheiden, ob wir die Route über die Braunarlspitze, lt. Karli sie Analspitze, gehen oder die einfachere über Schröcken um zurück nach Lech zu kommen.
Nach einem superguten Frühstück brachen wir um kurz vor 8 Uhr auf. Erst einmal mussten wir einiges an Höhenmetern zurück legen. Schon nach der ersten halben Stunde waren wir uns einig, dass wir den schönen Urlaub nicht durch unvernünftigen Ehrgeiz aufs Spiel setzen wollten und entschieden uns für die einfachere Tour, auch wenn das Herz etwas blutete. Aber auch die einfachere Tour war nicht ohne, da sie ziemlich lang war und auch teilweise steil bergab ging. Als wir dann die letzten 1,5-2h nur noch auf breiten Wegen gingen, tauschte Holger seine Wanderschuhe gegen seine Latschen, um seine schmerzhaften Blasen am Hacken zu entlasten. Karlis Spruch, dass er sich unsere Wanderung eigentlich nur auf so breiten Wegen vorgestellt hatte, sorgte doch für ausgelassene Heiterkeit. Oberhalb von Lech in Oberlech kamen wir dann wieder zurück und mussten bei den ganzen „Hotelburgen“ einmal mehr feststellen wie schön es auf den Bergen doch ist. Unser Auto stand noch an Ort und Stelle und so traten wir alle erschöpft und mit kleineren Blessuren und Sonnenbrand die Rückfahrt an. Nachdem wir Holger wieder in Elbigenalp rausgeschmissen hatten, natürlich nicht ohne noch ein Glas Sekt zu trinken, ging es zurück nach Aschaffenburg. Diesmal war allerdings ein Burger King unsere Zwischenstation. Unsere beiden Neuwanderer haben sich super geschlagen und sind hoffentlich beim nächsten Mal wieder mit von der Partie. (Originalbericht Marco) Bilderserie

Weltmeisterschaft der Senioren in Finnland (Lahti)

 

Mein ursprüngliches Ziel war ja, über eine gute Leistung in den 400m-Einzelrennen in die deutsche Staffel nominiert zu werden - so wie in Ancona bei der EM über 200 m. Leider bin ich wegen einer Bauchmuskelzerrung mit einem Trainingsrückstand nach Finnland geflogen.
Meine Jahresbestleistung habe ich im 1. Lauf knapp verfehlt, verbessern konnte ich mich aber nicht (was ich anstrebte). Nun hatte ich noch eine 2. Chance im Halbfinale, die ich aber auf Anraten meines BEC-Coaches mit einem lockeren Lauf nicht wahrgenommen habe, um einige Körner für die Staffel zu reservieren. Hintergrund: Der nach den Vorzeiten 4. Läufer hatte seinen Verzicht erklärt. Der DLV hat mich dann aber bei der Mannschaftsbesprechung Freitagabend ausgebootet mit der Begründung, dass der Deutsche Meister 2009, der allerdings über 400m nicht gestartet war, etwa 2,5 Sek. schneller als ich laufen könne (tatsächlich war dann die nach der deut. Staffel einlaufende australische 13 Sek. langsamer). Bumms. Ich war stocksauer und habe daraufhin die Besprechung vorzeitig verlassen. Gott sei Dank ist mir die DLV-Seniorenwartin hinterhergerannt und mir erklärt, dass für andere Staffeln noch Leute gesucht werden. Nachdem einige auf mich eingeredet hatten, erklärte ich mich bereit, sogar in 2 Staffeln zu laufen.
Zuerst über 4x100m in der M60 als Startläufer: Ich hatte einen Superstart, habe meine ganze Wut in der Kurve rausgelassen und schon vor der Staffelstabübergabe den vor mir laufenden Briten überholt. Ergebnis: Silber!
Das war eine gute Basis, um circa 2,5 Stunden später die 400m in der M55(!) als Schlussläufer einigermaßen beruhigt anzugehen - obwohl ich schon eine große Verantwortung fühlte, hatte ich doch in den vergangen Wettkampftagen oft gesehen, wie kurz vor dem Ziel -bei johlendem Publikum- die Entscheidungen gefallen sind. Im Staffellauf habe ich dann an 2. Stelle liegend den Stab übernommen. Bis zur Zielgerade habe ich den Vorsprung fast beibehalten können. Gegen einen Finnen, der lt. Angaben die Stadionrunde in 56 Sek. läuft, konnte ich auf der Zielgerade leider nicht mithalten, so dass er mich 10 Meter vor dem Ziel noch überholt hat. Ergebnis: Bronze!
Unterm Strich war Finnland eine Reise wert. Ich bin in der LG BEC der erfolgreiste Sportler der WM, habe viele neue Eindrücke und Erfahrungen gesammelt, neue persönliche Kontakte geknüpft und auch das Land ein wenig kennen gelernt.
Jetzt stehen noch Mitte September die DAMM in Hamburg an. Ich werde eingesetzt in der 100m-Staffel, 100m Einzel, Weitsprung und Diskus. Dann sind erst mal zwei Monate Regeneration angesagt, bevor die Wintersaison eingeläutet wird. (Originalbericht Burkhard)

Platz Name Zeit Bemerkung
Viertelfinale
(04.08.09)
     
4. 4tes Viertelfinale Burkhard Hillert 1:02,98 min q (über die Zeit)
Halblfinale
(06.08.09)
     
7. 2tes Halbfinale Burkhard Hillert 1:05,01 min ausgeschieden
Staffeln      
4x100m (M60) Burkhard Hillert, Lutz Zeisse, Heinz Keck, Dieter Langenback 52,97 sec Silber
4x400m (M55) Klaus Peter Neuendorf, Jürgen Hacker, Winfried Heckner, Burkhard Hillert 4:06.25 min Bronze